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Blickwechsel Demenz. Regional.

Die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Demenz in der Region Herdecke

Eine gute gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Demenz ist vor allem abhängig von der Zusammenarbeit vieler Beteiligter, wie z.B. Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern, Ambulanten Pflegediensten, Beratungs- und Betreuungsangeboten oder Unterstützungsangeboten für pflegende Angehörige.

Bislang läuft das Handeln dieser Beteiligten oft nebeneinander her: Die Maßnahmen sind nicht aufeinander abgestimmt, der eine weiß nicht, was der andere bereits veranlasst hat, Informationen werden nicht in ausreichendem Maße weitergegeben.

Hier wollen wir mit dem neuen Projekt etwas ändern. Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz mit vergleichbaren Routinen an jeder Stelle im System der gesundheitlichen Versorgung aufgenommen, versorgt und ohne „Brüche“ in andere Versorgungsbereiche weitergeleitet werden.


Wir haben uns dabei vorgenommen folgende Teilfragen zu bearbeiten, die für eine gelungene Versorgung maßgeblich sind:

Erkennen: Wie viel Diagnostik brauchen wir?
Wir gehen davon aus, dass die Belange von Menschen mit Demenz in der medizinischen Versorgung stärker berücksichtigt werden müssen. Dafür ist es erforderlich, mehr darüber zu wissen, welche Patienten eine demenzielle Erkrankung aufweisen. Aber welche Informationen benötigen Ärztinnen und Ärzte ambulant oder stationär genau? Von welchen Patienten benötigen sie diese Informationen? Wie können diese Informationen ermittelt und für andere Versorgende verfügbar gemacht werden?

Lotsen, Begleiten, Abstimmen
Ein gesicherter Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung verändert die weitere Versorgung. Wie können die Betroffenen und Angehörigen beraten und unterstützt werden? Wie können die verschiedenen Versorgungsbereiche besser aufeinander abgestimmt und verzahnt werden? Wie kann und muss eine Demenz bei der Behandlung anderer Erkrankungen berücksichtigt werden?

Stabilisieren:
Menschen mit Demenz haben ein besonders hohes Risiko, durch eine akute Erkrankung nachhaltig Selbständigkeit zu verlieren. Daher bedarf es insbesondere im Krankenhaus aber auch in der nachstationären Versorgung besonderer Anstrengungen, um Menschen mit Demenz so weit zu mobilisieren und zu stabilisieren, dass sie in ihre häuslichen Umgebung zurückkehren können. Welchen Beitrag zur Stabilisierung kann ein tagesstrukturierendes Angebot leisten? Welche Maßnahmen können nach einem stationären Aufenthalt ergriffen werden, um Menschen mit Demenz auf dem Weg zurück nach Haus zu unterstützen?

KURZINFO

Das Projekt wird vom 1. Mai 2009 bis zum 30. April 2012 in Herdecke durchgeführt.

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und die Modell Herdecke Plus Integrierte Gesundheitsversorgung AG führen die Praxisprojekte durch und unterstützen das Projekt darüber hinaus organisatorisch und finanziell.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei
Dr. Susanne Angerhausen (GSP), Projektleiterin
Loher Str. 7
42283 Wuppertal
Tel.: 0202 / 759 1939
eMail: angerhausen@sozialeprojekte.de
Internet: www.blickwechseldemenz.de

VERNETZUNG IN NRW

Wir wollen die regionalen Erkenntnisse und Erfahrungen in eine landesweitere Zusammenarbeit von Krankenhäusern und Projekten mit ähnlichen Fragestellungen und in deren fachliche Diskussion einbinden und damit die organisatorische und fachliche Weiterentwicklung von patientenorientierten Abläufen und Strukturen für demenzkranke Menschen fördern.

 

Gefördert von der
Gefördert von der
Möglichkeiten und Grenzen anhand des Modellprojektes Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration [Mehr]


 
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